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Musterprofi Petr Taticek verlängert beim HC Davos PDF Drucken E-Mail
Image Petr Taticek befindet sich bezüglich Skorerpunkten in seiner besten Saison beim HC Davos. Jetzt hat der 26-jährige Tscheche seinen Vertrag beim Bündner Eishockey-NLA-Klub um ein weiteres Jahr verlängert.

Wenn HCD-Trainer Arno Del Curto von Petr Taticek spricht, gerät er ins Schwärmen. «Taticek ist ein Musterprofi. Seit er für den HCD spielt, hat er viel gelernt und sich vom Verlierer- zum Siegertypen gewandelt», sagt der Davoser Coach. Der Tscheche sei gross und stark, er gebe in jedem Training und jedem Match alles und verfüge auf und neben dem Eis über eine positive Ausstrahlung. «Taticek ist ein toller Spieler, der den direken Weg aufs Tor sucht und sich vor dem gegnerischen Gehäuse behauptet», nennt Del Curto weitere Vorzüge. Zu wünschen übrig lasse hingegen sein Schiessvermögen.

Bei so viel Lob des Chefs erstaunt es nicht, dass der HC Davos den Ende Saison auslaufenden Vertrag mit Taticek eben um eine weitere Saison verlängert hat. Der Tscheche zögerte denn auch nicht lange. «Ich bin gerne in Davos. Es macht Spass, mit dieser Mannschaft zu spielen. Das Team besteht aus guten Typen, und wir haben Erfolg», begründet Taticek seine Vertragsverlängerung.

Ein typischer HCD-Ausländer
Der 26-Jährige passt haargenau ins Anforderungsprofil eines HCD-Ausländers. Taticek ist ein harter Krampfer und typischer Teamspieler. Er trachtet nicht nach persönlichen Skorerpunkten, rennt und kämpft als Center im vierten Block neben Nachwuchsspielern oder als Flügelstürmer in der ersten Linie – ganz einfach dort, wo es der Trainer will. Taticek kam im Dezember 2006 aus seiner tschechischen Heimat Kladno nach Davos. Er bewährte sich damals in der Testphase am Spengler Cup und wurde seither mit dem HCD zweimal Schweizer Meister.

Taticek war im Jahr 2002 im NHL-Draft in der ersten Runde von den Florida Panthers gezogen worden. In Nordamerika setzte sich der 17fache tschechische Internationale aber nicht durch. Auf Anhieb erfüllte der Stürmer hingegen seinen Part als Defensiv-Center und in Unterzahlphasen in Davos souverän. Mit weniger als einem halben Skorerpunkt blieb seine offensive Ausbeute für einen «Söldner» indes bescheiden. Dies änderte sich allerdings, seit Taticek von der Mitte an die Flügelposition neben Reto von Arx oder Josef Marha wechselte. Zurzeit befindet er sich mit 34 Skorerpunkten (12 Tore/22 Assists) in 46 Spielen in seiner offensiv besten Saison, und trotzdem erfüllt er weiterhin seine defensiven Aufgaben gewissenhaft, wie die +21 in der Plus-Minus-Statistik beweisen. Zum Vergleich: In der letzten (Meister-)Saison kam Taticek in 71 Spielen auf 33 Punkte (11 Tore/22 Assists).

«Ich kann noch viel mehr»
Es ist typisch Taticek, dass er sich trotz der deutlich verbesserten offensiven Ausbeute nicht auf den Lorbeeren ausruht. «Es geht», kommentiert er seine persönlichen Erfolgszahlen. «Ich kann noch viel mehr aus mir herausholen als bisher. Ich will weiter täglich hart arbeiten und muss zulegen. Zudem will ich noch mehr Verantwortung übernehmen.»

In den letzten drei Partien vor der einmonatigen Meisterschaftspause wegen der Olympischen Spiele hatte Taticek nicht weniger als acht Skorerpunkte gebucht. Trotzdem trauert er dem langen Wettkampfunterbruch nicht nach. «Dieser spielt keine Rolle. Wir trainierten während der Olympia-Pause gut», so Taticek. Es werde wohl ein Spieldrittel oder vielleicht einen ganzen Match lang dauern, bis man sich wieder an den hohen Rhythmus gewöhnt habe, glaubt der Tscheche. «Und dann hoffe ich ab nächstem Dienstag auf erfolgreiche Playoffs.»

Möglicherweise sind die ZSC Lions, die heute Abend in der zweitletzten Qualifikationsrunde in Davos gastieren, auch in den Playoff-Viertelfinals der Gegner von Davos. Taticek beginnt deswegen nicht zu kalkulieren. «Alle acht Playoff-Teams sind sehr stark. Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir jeden Gegner schlagen.» Und dann fügt er hinzu: «Wir werden auf jeden Fall 100 Prozent geben, und wir wollen unser bestes Eishockey abrufen» – typisch Taticek eben.

Quelle: HC Davos/Die Südostschweiz - Artikel von: Hansruedi Camenisch
 
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